Eine Akupunkturbehandlung ist bei praktisch allen orthopädischen Diagnosen möglich. Wir führen in unserer Praxis chinesische Körperakupunktur nach traditioneller chinesischer Medizin durch (kurz TCM). Hauptindikation für die Durchführung einer Akupunkturbehandlung sind schmerzhafte Funktionsstörungen der großen Gelenke durch Osteoarthrose, Rückenschmerzen der Lendenwirbelsäule, Brustwirbelsäule und Halswirbelsäule, Schulterschmerz, Schmerzen bei „Tennisarm“, Sehnenscheidenentzündung und chronische Kopfschmerzen.

Die Akupunkturbehandlung kann am sitzenden oder liegenden Patienten erfolgen und dauert in der Regel 30 Minuten. Spezielle Akupunktur-Nadeln werden in genau festgelegte Punkte der Körperoberfläche gestochen, etwa 1-2 cm tief. Die Patienten bleiben dann etwa 30 Minuten liegen. Auch andere Reizformen sind möglich, die Akupunkturpunkte können auch durch Wärmezufuhr (durch abbrennende Beifußkegel, Moxa) oder energetisch behandelt werden.

Eine Akupunkturbehandlung umfasst in der Regel 10 Sitzungen. Es sollten 2 Behandlungen pro Woche durchgeführt werden. Bei hoch akuten Krankheitsbildern können auch tägliche Behandlungen erforderlich sein. Erste spürbare Ergebnisse einer Akupunkturbehandlung sind in der Regel nach 4-6 Sitzungen zu verzeichnen, manchmal aber auch erst nach Abschluss der Akupunkturbehandlung. Vor allem bei chronischen Erkrankungen ist selten eine Besserung bereits nach der ersten Sitzung zu erzielen.

Der für die Akupunktur erforderliche Nadelstich ist spürbar, aber nicht schmerzhaft. Die Nadel verursacht ein ausstrahlendes Gefühl was im chinesischen als „de qui“ bezeichnet wird. Bei schmerzhaftem Nadelsitz wird die Nadel entfernt und neu positioniert, was dann in der Regel keine Beschwerden mehr verursacht. Der schmerzfreie Nadelsitz ist wichtig, damit der Patient sich während der Behandlung entspannen kann. Wenn Sie eine Akupunkturbehandlung oder einen Nadelsitz als unangenehm empfinden, sagen Sie das bitte Ihrem Therapeuten.

Häufig wird eine umschriebene Rötung um die Einstichstelle beobachtet, die nach einigen Stunden wieder abklingt. Infektionen der Einstichstelle kommen praktisch nicht vor. Blutungen oder Blutergüsse sind selten, können jedoch auftreten. Manchmal ist es auch therapeutisches Prinzip, eine Blutung zum „ Ausleiten“ zu provozieren.
   
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