Die Verordnung von orthopädischen Maßschuhen für Patienten mit diabetischem Fußsyndrom zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherungen sollte die indikativen Vorgaben des Hilfsmittelverzeichnisses (Produktgruppe 31, Schuhe) berücksichtigen, welche sich an Empfehlungen der DGOOC anlehnen. Die Zuordnung des Patienten mit diabetischem Fußsyndrom zur entsprechenden Risikoklasse sollte der Verordnung zu entnehmen sein.

Ein Rezept (Muster 16) lässt bekanntlich nur wenig Platz zur Übermittlung der verordnungsrelevanten Befunde, was wiederum häufig Rückfragen der Krankenkassen bzw. des Medizinischen Dienstes zu orthopädischen Maßschuh-Verordungen nach sich zieht, ist oft mit zusätzlicher Schreibarbeit verbunden und führt häufig zu einer langen Wartezeit bis zur Genehmigung bzw. Ablehung der Rezeptanforderung.

Wie beim Landestreffen in Baden am 11. November 2006 schon präsentiert hat der interdisziplinäre Arbeitskreis Diabetischer Fuß Baden-Württemberg (in Zusammenarbeit mit dem MDK) einen Verordnungsbogen entwickelt, um Patienten mit entsprechenden Fußveränderungen besser und vor allem schneller versorgen zu können. Dies soll durch eine Verbesserung der Kommunikation mit den Leistungserbringenden Orthopädieschumachern, aber auch mit den Kostenträgern erreicht werden, um hier über eine zeitnahe und vor allem qualifizierte orthopädieschuhtechnische Versorgung zu erreichen. In den Verordnungsalogarithmus sind zum ersten Mal Orthopäden und Fußchirurgen klar eingebunden. Wenn ein Hausarzt oder ein Internist einen Schuh verschreibt ohne den Patienten in den letzten 3 Monaten einem Orthopäden oder Fußchirurgen vorgestellt zu haben, muss er das begründen.

Der Verordnungsbogen ist den Krankenkassen vorgestellt, und von diesen akzeptiert worden. Eine bevorzugte Bearbeitung (wenige Tage) der Rezepte mit beiliegendem Verordnungsbogen wurde zugesagt.
Im Januar 2007 soll ein sechsmonatiger Probelauf starten; gestestet werden soll die Tauglichkeit und Akzeptanz des Bogens; es werden danach ggf. Nachbesserungen erfolgen. Eine Veröffentlichung im Ärzteblatt Baden-Württemberg ist geplant, alle beteiligten Fachgesellschaften werden den Bogen umsetzen, der Hausärzteverband wurde informiert.

Wir möchten Sie bitten den Verordnungsbogen in Ihrer täglichen Arbeit umzusetzen.

Der Bogen kann hier heruntergeladen werden

Der Vortrag von Dr. Flechtenmacher kann hier heruntergeladen werden www.bvonet.de

   
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